Wöchentliche Marktinformation
Die wöchentliche BTV Marktinformation fasst für Sie die Geschehnisse an den Märkten der vergangenen Woche zusammen.

Fürs Auto oder die eigene Gesundheit sind regelmäßige Kontrollen unbedingt notwendig – doch das eigene Wertpapierdepot bleibt oft jahrelang unbeachtet. Dabei verändern sich nicht nur die Märkte, sondern auch die Vermögensstruktur und die persönliche Lebenssituation. Marco Tamalio erklärt im BTV Expertengespräch, warum das Jahresende ein idealer Zeitpunkt für einen Depotcheck ist und welche Aspekte dabei besonders wichtig sind.
Weil sich ein Wertpapierdepot laufend verändert, selbst wenn keine Kauf- oder Verkaufsentscheidungen getroffen werden. Märkte entwickeln sich unterschiedlich, einzelne Anlagen werden größer als geplant und auch die persönliche Lebenssituation verändert sich. Ein Depot, das vor drei oder fünf Jahren auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten war, muss heute nicht zwangsläufig noch die optimale Lösung sein. Ein regelmäßiger Check hilft dabei, die eigene Geldanlage bewusst zu hinterfragen und sicherzustellen, dass sie weiterhin zu den persönlichen Zielen passt.
Das Jahresende bietet einen natürlichen Moment, um Bilanz zu ziehen und das „Alte“ abzuschließen. Menschen blicken gerne auf die letzten Monate zurück und reflektieren, was gelungen ist, welche Herausforderungen gemeistert wurden und was man daraus gelernt hat. Und – wer zurückschaut, kann bewusster nach vorne blicken und neue Ziele formulieren. Genau deshalb eignet sich diese Zeit hervorragend für einen Blick auf das eigene Depot. Gleichzeitig ist es wichtig zu betonen: Ein Depotcheck ist nicht ausschließlich zum Jahresende relevant. Wesentliche Marktbewegungen oder Veränderungen der persönlichen Lebenssituation können jederzeit ein guter Anlass sein, die eigene Anlagestrategie zu überprüfen.
Viele Anleger*innen richten ihren Blick zunächst vor allem auf die Rendite. Das ist verständlich. Doch die spannendere Frage ist oft eine andere: Passt die Veranlagung heute noch genauso gut zu meinen Wünschen und Zielen wie damals, als die Anlagestrategie festgelegt wurde?
Grundlegende Fragen sind außerdem: Fühle ich mich mit dem Risiko noch wohl? Passt die Aufteilung meiner Anlagen weiterhin zu meinen Zielen? Hat sich meine persönliche Situation verändert? Haben sich durch die Entwicklung der Märkte unbemerkt größere Positionen oder Klumpenrisiken gebildet? Genau hier entstehen oft die größten Aha-Momente. Denn viele unserer Kund*innen stellen fest, dass sich die Positionen über die Jahre verändert haben, ohne dass sie selbst aktiv geworden sind.
Ein typisches Beispiel: Vor einigen Jahren wurde eine ausgewogene Anlagestrategie festgelegt. Entwickeln sich einzelne Märkte, Regionen oder Branchen besonders stark, können diese im Laufe der Zeit einen immer größeren Anteil im Depot einnehmen. Dadurch kann das Portfolio heute deutlich risikoreicher aufgestellt sein als ursprünglich vorgesehen.
Wenn größere Kursschwankungen heute mehr Unbehagen auslösen als früher, lohnt sich ebenfalls ein genauer Blick auf das Depot. Oft zeigt sich dabei, dass die aktuelle Veranlagung nicht mehr vollständig zur eigenen Risikobereitschaft passt.
Eine sehr große. Denn oft sind nicht die Märkte der Auslöser für eine tiefgreifende Überprüfung, sondern Veränderungen im eigenen Leben. Beispiele dafür sind ein geplanter Immobilienkauf, Familienzuwachs, berufliche Veränderungen, das Erwachsenwerden der Kinder oder der näher rückende Ruhestand. Solche Ereignisse können Auswirkungen auf die eigenen finanziellen Ziele und damit auch auf die passende Anlagestrategie haben.
„Anleger*innen unterschätzen, wie stark sich ihr Depot verändert, ohne dass sie aktiv werden.“
Dafür muss man sich nur eine zentrale Frage stellen: „Fühle ich mich auch dann noch wohl mit meiner Veranlagung, wenn die Märkte zwischenzeitlich deutlich nachgeben?“ Viele Anleger*innen entdecken erst in turbulenten Phasen, welches Risiko sie tatsächlich tragen möchten bzw. auch können. Im Rahmen des Depotchecks kann die aktuelle Risikosituation gezielt überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Digitale Analysetools können dabei unterstützen. Mittels der Risikoanalyse in BTV Performance Pro lässt sich beispielsweise aufzeigen, wie das aktuelle Depot hinsichtlich Risiko und Schwankungsanfälligkeit aufgestellt ist und ob dies noch zur persönlichen Risikobereitschaft passt. Wer dabei feststellt, dass das Depot nicht mehr den eigenen Vorstellungen entspricht, oder Unsicherheit verspürt, sollte das Gespräch mit der persönlichen Betreuerin bzw. dem persönlichen Betreuer suchen. Eine professionelle Beratung hilft dabei, die Ergebnisse richtig einzuordnen und gegebenenfalls Anpassungen an der Depotstruktur vorzunehmen.
Rebalancing bedeutet, das Depot wieder in die ursprünglich vereinbarte Struktur zurückzuführen. Es bezeichnet also die Wiederherstellung der ursprünglichen Gewichtung eines Anlageportfolios (z. B. Aktien und Anleihen), nachdem sich diese durch Kursbewegungen verschoben hat. Nehmen wir an, der Aktienanteil war ursprünglich mit 60 Prozent geplant. Durch Kurssteigerungen liegt er heute allerdings bei 75 Prozent. Dann trägt das Depot mehr Risiko als ursprünglich vorgesehen. Durch ein Rebalancing wird die Balance wiederhergestellt.
Der große Vorteil ist, dass Anleger*innen nicht emotional handeln, sondern diszipliniert. Sie orientieren sich an ihrer Strategie und nicht an kurzfristigen Marktbewegungen.
Die langfristige Strategie bleibt das Fundament jeder Veranlagung. Gleichzeitig verändert sich das Marktumfeld aber laufend. Neue Chancen entstehen, Rahmenbedingungen verändern sich ebenso wie die Attraktivität einzelner Anlageklassen. Ein Depotcheck bietet auch die Möglichkeit, einen Blick auf langfristige Investmenttrends und strukturelle Entwicklungen zu werfen. Themen wie Digitalisierung, Automatisierung, Künstliche Intelligenz, Gesundheit oder Nachhaltigkeit beschäftigen die Kapitalmärkte zumeist über viele Jahre hinweg. Gemeinsam kann geprüft werden, ob solche Zukunftsthemen in der bestehenden Veranlagung bereits ausreichend berücksichtigt sind.
Der häufigste Fehler, der gemacht wird, ist eigentlich ganz einfach zu erklären: Viele kümmern sich gar nicht oder nur selten um ihr Depot. Daneben beobachten wir häufig, dass sich unbewusst Klumpenrisiken bilden. Ein weiterer typischer Fehler ist, Entscheidungen von Emotionen leiten zu lassen. Steigende Kurse verleiten oft dazu, Trends hinterherzulaufen, während in schwächeren Marktphasen die Verunsicherung zunimmt. Ein Depot sollte kein Tagesprojekt sein. Es sollte jedoch auch nicht jahrelang unbeachtet bleiben.
Der größte Mehrwert sind Klarheit und das gute Gefühl, mit dem eigenen Vermögen richtig aufgestellt zu sein. Ein Depotcheck zeigt, ob die aktuelle Zusammensetzung noch zu den persönlichen Zielen, zur eigenen Lebenssituation und zur aktuellen Marktlage passt. Ein Depot-Fitness-Check muss nicht zwingend zu Veränderungen führen. Oft ist die wichtigste Erkenntnis sogar die Bestätigung, dass die bisherige Strategie weiterhin die richtige ist. Auch das schafft Sicherheit und Vertrauen in die eigenen Entscheidungen. Gleichzeitig können Optimierungsmöglichkeiten identifiziert werden, bevor beispielsweise ein Klumpenrisiko zu einem Problem wird. Denn kleine Anpassungen zur richtigen Zeit sind oft wirksamer als große Korrekturen im Nachhinein. Am Ende geht es nicht darum, möglichst viel zu verändern. Es geht darum, zu wissen, warum das eigene Depot so aufgestellt ist, wie es ist. Erfolgreiche Geldanlage bedeutet nicht nur, Chancen an den Märkten zu nutzen, sondern auch sicherzustellen, dass die eigene Strategie auch morgen noch zum eigenen Leben passt.
Die verwendeten Fach- und Finanzbegriffe werden im folgenden Link ausführlich erklärt: Glossar. Weitere wertpapierrechtliche Informationen.
Beachten Sie bitte, dass ein Investment in Finanzinstrumente mit Risiken, wie Kursschwankungen oder Vermögensverlusten, verbunden sein kann.
Diese Marketing-/Werbemitteilung stellt keine Anlageberatung, kein Angebot zur Zeichnung bzw. zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar und ersetzt auch keine Anlageberatung. Als Marketing-/Werbemitteilung unterliegt sie nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und dem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Die jeweiligen Anlegerinformationen/Zeichnungsbedingungen in deutscher Sprache (Basisprospekt, endgültige Bedingungen, Prospekt, KID, vereinfachter Prospekt u. dgl.) sind die einzig verbindlichen Dokumente. Sie erhalten diese bei der BTV Vier Länder Bank AG, Stadtforum 1, 6020 Innsbruck, bzw. BTV Vier Länder Bank AG, Zweigniederlassung Deutschland, Neuhauser Straße 5, 80331 München, bzw. BTV Vier Länder Bank AG, Innsbruck, Zweigniederlassung Staad, Hauptstraße 19, 9422 Staad. Die Beiträge in dieser Publikation dienen lediglich der Information. Die BTV prüft ihr Informationsangebot sorgfältig. Beachten Sie bitte dennoch, dass Einschätzungen und Bewertungen die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt der Erstellung bzw. der Ausarbeitung reflektieren und für die Richtigkeit und den Eintritt eines bestimmten Erfolges keine Gewähr übernommen wird.
Wir verarbeiten Ihre angegebenen personenbezogenen Daten zum Zweck der Bearbeitung Ihrer Anfragen und um mit Ihnen in Kontakt zu treten. Es gelten die Bestimmungen unserer Datenschutzerklärung. Diese finden Sie unter Rechtliche Hinweise.